Spirit und Vision

Reinkarnation – Ernste Visionen oder absoluter Humbug

In der Lehre des Buddhismus ist die Reinkarnation ein fester Bestandteil. Im Bereich von Spirit und Visionen ist sie inzwischen ebenfalls ein so wichtiger Punkt, der immer wieder beachtet wird. Denn Berichte, in denen Personen von einem früheren Leben auf dieser Welt berichten, nehmen immer weiter zu. Natürlich fällt eine wissenschaftliche Analyse der Phänomene in der Regel aus, doch es lohnt sich, sich diesem Bereich einmal anzunehmen. Der eine oder andere Bericht ist in diesem Rahmen gut zu verifizieren und fördert verschiedene Rätsel zutage, die es im Vorfeld so noch nicht gegeben hat. Wichtig ist es auch hier, sich dem Thema mit einer möglichst großen Unvoreingenommenheit zu nähern.

Das Seelenvermächtnis

Ein Buch, welches im Jahr 2014 auf den Markt gekommen ist, zog dabei besonders viel Aufmerksamkeit auf sich. Dies lag daran, dass es scheinbar einen weiteren festen Anhaltspunkt für die Reinkarnation und die Visionen liefert, die auf dem Gebiet vorhanden sind. Im Zentrum steht neben dem Protagonisten, der selbst von seiner wahren Geschichte erzählt und diese mit Bildern belegt, auch der Autor Manfred Bomm, der vor allem aufgrund seiner vielen Kriminalromane einen großen Grad der Bekanntheit erreicht hat. Er selbst war von der Geschichte, die ihm Udo Wieczorek erzählte, derart begeistert, dass er direkt für das Projekt bereitstand. Die Vision von Udo Wieczorek beginnt bereits in seiner Kindheit, als er immer wieder von Albträumen geplagt wird. Diese erzählen in schwarz-weißen Bilden von hohen Bergen und Krieg – Erfahrungen, die er im Alter von 13 Jahren selbst natürlich noch nicht gemacht hat. Er selbst verdrängt sie auch in der Folge, doch sie holen ihn im Laufe der Jahre immer wieder ein.

Auf Spurensuche in den Alpen

Bereits hier zeigt sich die erste Parallele zu vielen weiteren Geschichten, in denen Menschen von ihrer Reinkarnation berichten. Denn stets beginnt diese schon sehr früh in der eigenen Kindheit oder Jugend, bevor sie aber in vielen Fällen verblasst. Udo Wieczorek möchte den Träumen aber nicht weiter ausgeliefert sein, die ihn in der Praxis immer wieder aus dem Schlaf holen. Aus diesem Grund geht er Jahre später gemeinsam mit seiner Frau auf die Suche nach Spuren. Die Indizien, die bis zu diesem Zeitpunkt noch mehr als spärlich waren, führen ihn nach einiger Zeit nach Südtirol, wo er durch ein bekanntes und vertrautes Tal wandert. In mehreren Reisen nähert er sich immer wieder dieser Gegend an, die er aus seinen Träumen zu kennen scheint. Die Dejavus sind ebenfalls zu einem großen Teil verantwortlich, dass er sich weiter getrieben fühlt. In der Folge dessen erhält er durch seinen Spirit etwas, das man also so etwas wie einen Beweis für seine persönliche Form der Reinkarnation sehen könnte.

Der verifizierte Beweis?

Tatsächlich war es allein aufgrund der Erkenntnisse aus dem Traum möglich, den Ort immer genauer zu lokalisieren. Gleichzeitig hielten die Visionen an, wodurch Udo Wieczorek, ein Beamter aus der Nähe von Ulm, schnell zu reagieren wusste. Sogar eine Skizze von einer besonders markanten Stelle, die sich unweit von der Brennerautobahn befand, konnte dabei angefertigt werden. Viele Jahre nach den Träumen, die immer wieder das Gesicht eines Soldaten zeigten, konnten die Autoren nun die Stelle finden, die der Ort des Geschehens sein soll. Bereits vor Ort veränderte sich dabei seine Wahrnehmung und die Visionen setzten so grausam ein, wie sie noch nie zuvor zu beobachten waren. An einer kleinen Nische wurden nun einige Steine abgetragen und sie förderten tatsächlich ein kleines Vermächtnis zutage. Zu finden war dort ein Brief, der an dieser Stelle für knapp 100 Jahre gelegen haben muss. Er selbst war in einer kleinen blechernen Dose verpackt und das Papier war mit einer Schicht Wachs überzogen. In ihm schildert der unbekannte Soldat vergangene Ereignisse und richtet sich mit einer Entschuldigung an einen alten Freund.

Unerklärliche Umstände

Natürlich lässt sich nicht auf einer wissenschaftlichen Grundlage bestätigen, dass dies nur als ein Beweis für übernatürliche Dinge gesehen werden kann. Doch wer sich dem Thema spirituell nähert, erkennt vielleicht doch das Fünkchen Wahrheit. Es wird also vielleicht Dinge in diesem Universum geben, von denen wir aktuell einfach noch nicht in der Lage sind, etwas darüber zu erfahren. Auch aus diesem Grund scheiden sich die Geister an dieser Stelle so sehr. Besonders kritische Stimmen sind der Meinung, der Roman Seelenvermächtnis sei nur ein Weg, um mediale Aufmerksamkeit auf eine wirtschaftliche Situation zu werfen. Andere wiederum glauben dem Autor, der selbst gar nicht an Ruhm und Geld interessiert ist, die damit vielleicht in Verbindung stehen würden. Egal, auf welcher der beiden Seiten man sich am Ende befindet. Auf jeden Fall wäre es sehr wünschenswert, wenn sich auch die Medien dem Thema der Reinkarnation etwas mehr annehmen. Lediglich die Stuttgarter Zeitung ließ sich davon überzeugen, von der Geschichte von Vincenzo Rossi, wie der Soldat mit bürgerlichem Namen hieß, zu berichten. Über eine ganze Seite wurde so eine Reportage genau diesem so sehr umstrittenen Thema gewidmet. Das Buch selbst ist ebenfalls ein Punkt, an dem sich viele Menschen nicht mehr einig sind.

Wie lautet das Fazit?

Inzwischen hat es zumindest dem Autor geholfen, neuen Frieden in sich zu finden. Denn Udo Wieczorek ist seither nicht mehr in den Kontakt mit den so blutigen und schlimmen Albträumen gekommen. Zur gleichen Zeit hatte er selbst das Gefühl, diesem Vermächtnis gerecht werden zu können. Gleichzeitig weisen auch die Autoren des Buchs immer wieder klar darauf hin, dass es am Ende jedem selbst überlassen bleibt, die Schlüsse aus dem Buch zu ziehen. An und für sich wird dies ein Weg sein, um offener mit dem Thema umzugehen. Denn auch in anderen Berichten aus allen Ländern der Welt ist immer wieder die Rede von jungen Menschen, die sich noch an ein vergangenes Dasein auf diesem Planeten erinnern. Mit Sicherheit gibt es auch darunter den einen oder anderen erfundenen Bericht, der eigentlich nur darauf abzielte, die mediale Aufmerksamkeit auf sich selbst zu ziehen. Am Ende muss man aber dennoch erkennen, dass auch Menschen wie Udo Wieczorek selbst nicht sicher sind, ob es diese Phänomene wirklich gibt Sollte nun aber die Entdeckung im alten Schützengraben aus dem 1. Weltkrieg wirklich authentisch sein, so müssen wir in diesem Bereich vielleicht umdenken. So wäre es wichtig, selbst zu erkennen, dass es vielleicht doch noch Dinge gibt, die die moderne Wissenschaft zumindest bislang noch nicht erklären kann.

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